By Handball Wohlen on Freitag, 24. September 2021
Category: Männer

Vorschau: HC KTV Altdorf vs. Eis

Wohlen erhält Zuwachs aus Muri

Handball, 1.Liga: KTV Altdorf – Handball Wohlen (Samstag, 18 Uhr)

Die Wohler Handballer kriegen es mit dem KTV Altdorf zu tun. Zu Gast bei den Innerschweizern wollen sich die Freiämter weiter verbessern. Als Team und auch die Spieler individuell. Wohlen hat dabei einen namhaften Neuzugang zu vermelden, der sich aber zuerst gesundheitlich vollständig erholen muss.

Eine kurze Saisonvorbereitung, gewichtige Abgänge und unglückliche Verletzungen sorgen bei den Wohler Handballern für einen schwierigen Saisonstart. Die Freiämter suchen nach ihrer Form. Zwei Spiele, zwei Niederlagen – so lautet die nüchterne Bilanz in der laufenden Meisterschaft. Positiv zeigt sich bei den Wohlern hingegen die Kadersituation. Trotz den gravierenden Verletzungen von den beiden Leistungsträgern Andreas Stierli und Raphael Bolliger haben die Bünztaler ein breites Kader mit vielen jungen Spielern.

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In dieser Woche wurde zudem ein namhafter Neuzugang definitiv. Noah Gautschi, 23 Jahre jung und in Handballkreisen kein Unbekannter. Der Rückraumspieler aus Muri gehörte noch vor einigen Jahren zum Kader der 1.-Liga-Mannschaft des TV Muri. Davor absolvierte er einen Teil seiner Juniorenzeit beim Leistungsverein HSC Suhr/Aarau. Nach seinem Debüt beim TV Muri spielte Gautschi unter anderem auch gegen die Wohler Handballer das eine oder andere hitzige Derby. Nach guten Leistungen in der 1. Liga wechselte der Medizintechnik-Student in die Nationalliga B zum STV Baden. Auch dort erzielte der technisch versierte Rückraumspieler erste Tore und kann einige Einsätze in der zweithöchsten Liga der Schweiz vorweisen.

Lange Erholung nach Corona-Infektion

Nach der Rekrutenschule folgt dann der Dämpfer. Gautschi wird nach schweren Symptomen positiv auf das neue Coronavirus getestet. Schwere Atemnot und eine verringerte Sauerstoffaufnahme stoppen die Karriere des jungen Sportlers im letzten Jahr. Nach langer Erholung wagt sich Gautschi nun zurück zum Handball. Seit drei Wochen trainiert Gautschi nun bei der Wohler Truppe in der Hofmattenhalle mit. «Ich werde in den kommenden Trainings schauen, wie es mir körperlich geht und wie sich meine Lunge dabei verhält», sagt der Bruder der Profihandballerin und Nationalspielerin Daphne Gautschi. Bei Wohlen bekommt der talentierte Rückraumspieler die nötige Zeit, um sich langsam wieder an die Belastung zu gewöhnen. Das braucht Ruhe und Geduld. Wohlens Co-Trainer und «Teampapa» Urs Müller hat dabei in jedem Training speziell ein Auge auf ihn und sorgt für die nötigen Pausen beim ehrgeizigen Sportler. Bei Wohlen ist man glücklich über jede Verstärkung und freut sich über die Qualität, die Gautschi mitbringt. Dazu sagt Präsident Martin Laubacher: «Einige Spieler haben sich verletzt, einige haben aufgehört, dazu kommt der Fakt, dass wir Spieler haben, die mit einer Doppellizenz auflaufen. Deshalb ist der Transfer von Noah Gautschi toll und gewinnbringend. Im jungen Team ist er mit seinen 23 Jahren schon fast ein Routinier. Er kann eine wertvolle Stütze werden im Team. Ich erwarte, dass er zum Führungsspieler heranwächst.»

Altdorf ist nicht im Schwung

Gautschi selbst freut sich auf die neue Aufgabe: «Team und Staff haben eine sehr positive Mentalität. Ich bin positiv auf die Zukunft eingestellt und will das Beste daraus machen. Für mich und für das Team.» Positiv müssen die Wohler bei der aktuellen Lage bleiben. Die Meisterschaft ist noch lange und wie sich die Dinge entwickeln, wird sich zeigen. «Ich kenne das aktuelle 1.-Liga-Niveau noch nicht. Das werde ich in den nächsten Begegnungen aber sicher feststellen. Ein spezielles Ziel verfolge ich aktuell nicht. Ich werde sehen, wie sich das ganze mit Sport, Corona und meiner Erholung entwickelt», so Gautschi weiter.

Morgen treffen die Freiämter auf einen unberechenbaren Gegner. Zu Gast in Altdorf ist auch für die Wohler alles möglich. Ähnlich wie für die Wohler, läuft es auch für die Innerschweizer noch nicht nach Wunsch. Viele Abgänge und einige Wechsel im Team fordern auch bei den Innerschweizern ihren Tribut. Wie die Wohler – bei denen Genersoso Chechele wieder an der Seitenlinie stehen wird – warten auch die Altdorfer in der aktuellen Meisterschaft noch auf ihre ersten Punkte. --fre