Vorschau: Eis vs. KTV Muotathal

Mann für unlösbare Aufgaben

Handball, 1. Liga: Wohlen – Muotathal (Samstag, 17.45 Uhr, Hofmatten)

Nach drei Niederlagen stehen die Wohler Handballer noch ohne Punkte da. Die bisherigen Auftritte der Freiämter stimmen nachdenklich. Die Situation ist für die Mannschaft und den Trainerstab nicht einfach. Co-Trainer und Handball-Wohlen-Legende Urs Müller erklärt, wie es weitergeht. Als Nächstes wartet Leader Muotathal.

Es zeichnet sich langsam, aber sicher ab. Auf die Wohler Handballer wartet bis zum Jahresende eine schwierige Vorrunde. Bisher konnten die Freiämter in den ersten drei Partien nur wenig überzeugen. Die Truppe ist blutjung. Einzig Flügelspieler Manuel Frey (36 Jahre alt) und Goalie Remo Hofmann (30) haben Erfahrung. Das Durchschnittsalter und die fehlende Routine werden auch in den kommenden Monaten nicht zufliegen.

Bleiben die Wohler weiter im Formtief, ist davon auszugehen, dass die Mannschaft um Trainer Generoso Chechele nach dem Jahreswechsel in der Abstiegsrunde um den Ligaerhalt kämpft. Spätestens dann müssen die Wohler ein paar Schritte nach vorn gemacht haben. Sonst könnte es für die Bünztaler mit dem Verbleib in der 1. Liga ganz eng werden.

Schnittstelle zwischen Spieler und Trainer

Einer, der sich im Sport und ganz besonders bei Handball Wohlen auskennt, ist Co-Trainer Urs Müller. «Mir macht es noch immer riesigen Spass mit der Mannschaft. Der Teamgeist ist gross und alle wollen. Die Gründe für unsere schlechten Resultate sind bekannt. Verletzungen, Umbruch und viele neue Spieler sind eine Herausforderung. Nun haben wir viele junge Spieler, die lernen müssen, Verantwortung zu übernehmen. Die einen mehr, die anderen weniger. Das ist aber auch positiv und gehört zur Entwicklung», sagt Müller.

Der Architekt aus Wohlen steht dem Team seit letzter Saison als Mentor, Berater und Co-Trainer zur Seite. Mit seiner Ruhe und Erfahrung als früherer Spieler ist er besonders für die jungen Akteure eine wichtige Schnittstelle zum Trainer. «Ich beobachte und analysiere danach zusammen mit den anderen beiden Trainern Chechele und Stierli, was wir ändern müssen. Dazu spreche ich auch viel mit den Spielern und versuche individuelle Inputs zu geben», so Müller über seine Aufgabe.

Auch als Architekt hat er manchmal unlösbare Aufgaben vor sich. Um solche anzugehen, braucht es Geduld und einen ruhigen Geist. Genau das brauchen die Wohler auch jetzt. «An einen Abstieg oder dergleichen habe ich, ehrlich gesagt, gar noch nicht gedacht. Ich kenne nicht einmal den Modus. Das ist kein Thema für mich. Wir sind in der Aufbauphase und nehmen Spiel für Spiel. Nach jeder Partie, gewonnen oder nicht, schauen wir, was wir verbessern können. Jetzt nach drei Spielen von Abstieg zu sprechen, wäre fehl am Platz», sagt Urs Müller weiter.

Die Saison ist für die Wohler noch lang. Nun braucht es viel Arbeit und Zuversicht. Das weiss auch Müller, «Wenn wir sehen, wie jung unsere Mannschaft ist, dann ist es klar, dass wir Zeit brauchen. Wichtig ist, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und positiv zu bleiben. Wir haben junge Spieler, die unglaublich viel Potenzial mitbringen. Dazu sind einige Akteure wie Stefan Burgherr, Noah Gautschi oder auch Loris Faiss noch nicht in Bestform. Und mit Flavio Galliker kehrt bald noch ein sehr wichtiger Spieler zurück in die Mannschaft. Ich bin 100 Prozent überzeugt, dass wir uns steigern werden», so Müller. Geschenkt wird den Freiämtern in den kommenden Partien mit Sicherheit nichts.

Der Leader zu Gast

Morgen Samstag (17.45 Uhr) empfangen die Bünztaler vor eigenem Publikum ebenfalls eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Mit dem KTV Muotathal reist der aktuelle Tabellenleader nach Wohlen. Vier Spiele, vier Siege. Für die Innerschweizer läuft es. Die kampfstarke Truppe konnte bisher mehr als überzeugen. Körperlich stark, technisch versiert und mit grossem Teamgeist sind die Muotathaler in der laufenden Meisterschaft ein richtig starker Gegner. Für die Wohler wird es morgen schwierig. Wollen sie mit den Wetterfröschen mithalten, muss vieles passen. --fre