Matchvorschau: SG Wohlen Mutschellen vs. SG HV Olten
Topskorer: "Jedes Spiel ist ein Final"
Handball, 2. Liga: Wohlen Mutschellen – Olten II (Samstag, 18 Uhr, Burkertsmatt Widen) – Wie geht es weiter?
Schon wieder: Innert drei Wochen trifft die SG Wohlen Mutschellen zum dritten Mal auf Olten II. Eine Woche nach dem Finalsieg im Cup empfangen die Freiämter die Solothurner zur Hauptprobe für die Aufstiegsspiele zur 1. Liga.
Er ist so etwas wie die Lebensversicherung der SG Wohlen Mutschellen: Duje Vukadin. 120 Tore hat er in 15 Spielen erzielt. Der zweifache Familienvater ist Topskorer des Teams. Seit 2016 spielt der 32-Jährige auf dem Mutschellen – mit einem kurzen Unterbruch. Der IT-Fachmann, der in Mettmenstetten wohnt, sagt vor dem Spiel gegen Olten II: «Wir wollen die reguläre Saison unbedingt mit einem Erfolg abschliessen. Olten hat bereits im Cup-Final gezeigt, dass sie ein äusserst anspruchsvoller Gegner sind. Um am Samstag erneut erfolgreich zu sein, braucht es – wie in jedem Spiel – eine aggressive, aber faire Defensive sowie Kreativität und Entschlossenheit in der Offensive.»
«Das wird jetzt besser funktionieren»
Der Mann, der in Kroatien geboren wurde und bei Horgen einst in der Nationalliga B spielte, sagt: «Aktuell sind wir in einem Modus, in dem wir jedes Spiel wie ein Final betrachten und uns entsprechend darauf vorbereiten.» Die Spiele im Cup vom Samstag und Sonntag sollen keine Rolle spielen, schliesslich sind die Voraussetzungen für die Dreitannenstädter dieselben: «Durch die Doppelbelastung am Wochenende mussten wir im Cup-Final unsere Kräfte gezielt einteilen, was leider zu Wechselfehlern und unnötigen Strafen geführt hat. Dies wird am Samstag bestimmt viel besser funktionieren.»
Olten kann oder will nicht aufsteigen
Dass der Gegner erneut Olten heisst, hat damit zu tun, dass die Partie vom November aufgrund zu vieler verletzten und kranken Spielern (bei den Freiämtern) verschoben werden musste. Nun kommt es innert kürzester Zeit zum dritten Duell mit Olten. Anfang März setzten sich die Freiämter auswärts nach einer furiosen zweiten Halbzeit deutlich durch und stellten die Weichen Richtung Aufstiegsspiele. Vor Wochenfrist blieben die Freiämter in einem emotionalen Final des Regio-Cups erneut Sieger gegen die Oltener.
Und nun kommt es am Samstag (18 Uhr, Burkertsmatt Widen) zum dritten Zusammentreffen innert dreier Wochen. Dieses Spiel sollte eigentlich eine Finalissima sein um die beiden Aufstiegsplätze. Doch Olten II hat sich beim Verband davon abgemeldet. Trainer Alex Milosevic sagt: «Olten hat sich zwar aus dem Kampf um die Aufstiegsplätze zurückgezogen, wird aber sicher mit gewissen Revanchegelüsten auf den Mutschellen kommen. Für uns gilt es, dieses Spiel wie jede Partie seriös vorzubereiten und konzentriert anzugehen.»
«Wir werden sehen, was sich der Verband ausdenken wird»
Rein rechnerisch fehlt den Freiämtern ein Punkt zur definitiven Teilnahme an einer allfälligen Aufstiegsrunde. Noch hat der Schweizerische Handballverband SHV keine konkreten Pläne kommuniziert. Ursprünglich war angedacht, dass aus den sechs Gruppen der 2. Liga jeweils die ersten beiden Teams an der Aufstiegsrunde teilnehmen würden. Allerdings haben bislang nur deren acht Mannschaften ihr Interesse an einem allfälligen Aufstieg angemeldet. «Wir werden sehen, was sich der Verband ausdenken wird. Für uns gilt die Konzentration einzig und allein einem guten Abschluss der Hauptrunde. Erst dann sehen wir weiter», so Milosevic weiter. «Natürlich hoffen wir, dass wir nochmals so eine Stimmung in die Halle zaubern können, wie wir sie am letzten Sonntag in Muri erleben durften.» In welchem Modus danach gespielt wird, bleibt offen und wird sich nach Abschluss der regulären Saison zeigen.
SG Mutschellen-Wohlen: Letztes Heimspiel
Auch die SG Mutschellen-Wohlen präsentiert sich nochmals vor heimischem Publikum. Beim letzten Heimspiel der Saison empfangen die Freiämter am Samstag (19.45 Uhr, Burkertsmatt Widen) die HSG Lenzburg. Von der Papierform her ist die SG Mutschellen-Wohlen – die in einer anderen 2.-Liga-Gruppe spielt – sicherlich in der Favoritenrolle. Bislang hat die im letzten Sommer neu formierte Spielgemeinschaft fünf Punkte mehr ergattert als Lenzburg und das Hinspiel im vergangenen November nach einer souveränen zweiten Halbzeit deutlich mit 26:16 für sich entschieden.
Das Team von Trainer Oliver Waeckerlin ist alle Abstiegssorgen los, kann die letzten beiden Spiele der Saison entspannt angehen. Doch wer die Mannschaft kennt, wird wissen, dass sich die Spieler nur allzu gerne mit einem Sieg vom Heimpublikum verabschieden wollen. --spr/ch