Matchbericht: SG Wohlen Mutschellen 1 vs. SG Biberist aktiv
Die weisse Weste bewahrt
Handball, 2. Liga: Wohlen Mutschellen – Biberist 28:26 (15:16)
Viertes Meisterschaftsspiel, vierter Sieg. Die neu formierte SG Wohlen Mutschellen steht weiterhin mit weisser Weste an der Tabellenspitze. Doch beim Heimspiel gegen Biberist war noch viel Sand im Getriebe. Erst in den letzten Minuten konnten die Freiämter den Sieg eintüten.
Am Ende konnte die SG Wohlen Mutschellen doch noch jubeln. Dabei hatte es nach einem Horrorstart zunächst ausgesehen, als ob die Siegesserie nach drei Meisterschafts- und einem Cup-Erfolg reissen würde. Es dauerte mehr als fünf Minuten, ehe Tiago Botelho für die Freiämter den ersten Treffer der Partie erzielen konnte. Da hatten die Gäste aus Biberist, aktuell Tabellenvorletzte, bereits viermal eingenetzt. Und der Horrorstart ging bis zur Halbzeitmitte und dem 4:9 weiter. Vor allem Tobias Kupferschmid stellte die Freiämter mit sechs der ersten neun Gäste-Tore vor grosse Probleme. Auch in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs bekamen die Hausherren Kupferschmid nicht in den Griff. Bis zum Seitenwechsel war er alleine für zehn der 16 Gäste-Treffer zuständig. Glücklicherweise aus Sicht der Freiämter kamen die Gastgeber nach der Halbzeitmitte besser ins Spiel und konnten den Rückstand sukzessive verkürzen, in der 23. Minute zum 11:11 ausgleichen und knappe drei Minuten später erstmals in dieser Partie in Führung gehen (13:12). Diese hielt aber nicht bis zur Pause (15:16).
Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel
Auch nach dem Kabinengang waren es zunächst die Solothurner, die das Zepter übernahmen. Zwar hatte man Kupferschmid nun besser unter Kontrolle, doch mit Oliver Zimmermann trat ein anderer Akteur in den Vordergrund. Die ersten fünf Treffer nach dem Seitenwechsel gingen auf sein Konto. Wie schon in Durchgang eins bekundeten die Hausherren Mühe, ins Spiel zu finden. Erst nach dem 18:22 drehten die Freiämter auf und kamen mit einem 6:0-Lauf zurück in die Erfolgsspur (24:22). Einen grossen Anteil hatte die nun stabilere Abwehr. Und wenn trotzdem ein Gegenspieler eine Lücke durch den Freiämter Deckungsverband fand, stand mit Martin Hubli ein zunehmend sicherer Torhüter zwischen den Pfosten. Mit seinen Paraden trieb er die Gäste immer wieder zur Verzweiflung. Am Ende verwalteten die Freiämter die knappe Führung, sicherten sich mit dem 28:26 den vierten Sieg in Folge und eroberten die Tabellenführung zurück.
«Nach den Umstellungen, der Aufholjagd und dem Sieg am Ende bin ich mit dem Ausgang der Partie zufrieden. Aber wir müssen in der Abwehr noch etwas zulegen. Uns hat die zweiwöchige Meisterschaftspause nicht gut getan, es war noch zu viel Sand im Getriebe. Im Vergleich zur letzten Partie gegen Seetal hatten wir heute noch viel Luft nach oben», analysierte Milosevic das zweite Heimspiel der Saison. Auch Patrick Zubonja und Ivan Milicevic waren sich nach dem Spiel einig. «Nachdem wir Kupferschmid nach dem Seitenwechsel besser unter Kontrolle hatten und nur noch zehn Tore in der zweiten Halbzeit zuliessen, sind wir über den Sieg froh.» --ch