Matchbericht: SG HV Olten vs. SG Wohlen Mutschellen
Zurück auf dem Leaderthron
Handball, 2. Liga: SG HV Olten II – SG Wohlen Mutschellen 23:33 (14:13)
Der frühe Vogel fängt den Wurm. Anwurf war am Sonntagmorgen um 11.30 Uhr. Und die Freiämter Handballer sind hellwach. Mit einer abgeklärten Leistung gewinnen sie das Spitzenspiel und holen sich die Tabellenführung zurück.
Auswärts spielten die Freiämter (2. Rang) gegen Olten II (3. Rang) – und überzeugten auf ganzer Linie. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte drehten die Freiämter im zweiten Durchgang richtig auf und siegten am Ende mit zehn Toren Differenz.
Freiämter im Flow im zweiten Durchgang
Die erste Halbzeit gestaltete sich sehr ausgeglichen. Auch wenn die Freiämter phasenweise die Kontrolle über das Spiel hatten, ging es mit einer knappen Führung für Olten in die Kabine (14:13).
Doch nach dem Seitenwechsel spielte die SG Wohlen Mutschellen wie ausgewechselt. Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive drehten die Freiämter richtig auf. Während Olten in der ersten Halbzeit noch über den Rückraum und den Kreis zu Chancen kam, wurde nach der Pause nahezu nichts mehr zugelassen. «In der zweiten Halbzeit haben wir viel kompakter und konzentrierter verteidigt und so kaum noch etwas aus dem Rückraum oder über den Kreis zugelassen», analysierte Abwehrspezialist Michael Schmid. Nur neun Gegentreffer im zweiten Durchgang sprechen eine deutliche Sprache. Durch eine solide Abwehr erzwang Wohlen Mutschellen zahlreiche technische Fehler und unvorbereitete Abschlüsse bei Olten. In Kombination mit starken Torhütern als Rückhalt und einer überzeugenden Offensive dominierten die Freiämter die zweite Halbzeit. «Wir haben viele Bälle herausgeblockt und den Gegner oft ins Zeitspiel gezwungen, sodass sie dann gezwungene Abschlüsse nehmen mussten», sagte Torhüter Carlos Caforio, der mit einer Abwehrquote von 40 Prozent glänzte. Am Ende sicherte sich die SG Wohlen Mutschellen die zwei Punkte mit einem komfortablen Ergebnis von 23:33.
«Gefühl, dass jeder gewinnen wollte»
In diesem Spiel funktionierte bei den Freiämtern sehr viel. Jeder Spieler erfüllte seine Aufgabe souverän, sowohl defensiv als auch offensiv. «Ich hatte das Gefühl, dass jeder unbedingt gewinnen wollte. Jeder hat für den anderen gekämpft, und wir haben uns gegenseitig über gelungene Aktionen in der Abwehr und im Angriff gefreut», erklärte Michael Schmid. Laut Statistiken war Duje Vukadin mit elf Treffern der herausragendste Spieler auf dem Feld. Jedoch hat in diesem Spiel jeder seinen Teil geleistet, was diesen souveränen Sieg überhaupt ermöglichte. Mit diesem Erfolg steht die SG Wohlen Mutschellen nun an der Tabellenspitze, allerdings mit einem Spiel mehr als der direkte Verfolger SG Handball Seetal. Damit man an den Aufstiegsspielen zur 1. Liga teilnehmen kann, muss man Ende Saison auf einem der ersten beiden Ränge stehen. Am nächsten Samstag folgt das Auswärtsspiel gegen das vorletzte Biberist. Am 15./16. März ist Cupfinal-Wochenende in Muri, wo die Freiämter am Samstag gegen die SG Aarburg/Oftringen/Rothrist aus der 3. Liga um den Finalplatz einen Tag später kämpfen werden. --ih