Matchbericht: Handball Emmen vs. SG Wohlen Mutschellen

Viele Fehler, trotzdem Revanche

 Handball, 2. Liga: Emmen – Wohlen Mutschellen 33:36 (13:17)

Fünftes Spiel im Jahr 2025 und der fünfte Sieg. Die SG Wohlen Mutschellen behält ihre weisse Weste im neuen Jahr und revanchiert sich für die knappe Hinspielniederlage gegen Emmen. Doch der Freiämter Trainer war nicht zufrieden.

Zwei weitere Punkte auf dem Konto und Festigung des Tabellenplatzes in den Top drei. Da könnte man doch davon ausgehen, dass bei der SG Wohlen Mutschellen eitel Sonnenschein herrsche. Doch bei Trainer Alex Milosevic wollte nach Spielschluss keine grosse Freude aufkommen. «Nach dem katastrophalen Start haben wir uns zwar souverän zurückgekämpft, aber wir waren in der Defensive zu nachlässig und haben im Angriff zu viele Bälle verschenkt. Da kann und will ich nicht zufrieden sein. Gerade in der Schlussphase hätten wir abgeklärter agieren müssen, das hätte uns fast das Genick gebrochen», redete sich der Freiämter Trainer nach der Partie in Rage.

Kurz den Turbo gezündet

Mit bis zu acht Toren Differenz führten die Gäste am Sonntagabend in Emmen und hatten das Geschehen eigentlich im Griff. Doch in den letzten 20 Minuten schlich sich der Schlendrian ins Spiel der Freiämter und erlaubte den Hausherren eine Aufholjagd, die beinahe belohnt wurde.

Zumal die Emmer den deutlich besseren Start in die Partie erwischt hatten. Mit viel Tempo und Zug zum Tor überrannten sie in der Startphase die Gäste und führten nach knapp elf Minuten bereits mit 10:5. Nach einer Gäste-Auszeit und dem Wechsel im Verteidigungssystem kamen die Freiämter in der Folgezeit deutlich besser ins Spiel. Nach der Mitte der ersten Halbzeit liess die SG Wohlen Mutschellen während zwölf Minuten keinen gegnerischen Treffer mehr zu und riss mit einem 10:0-Lauf das Zepter an sich. Zur Pause führten die Gäste mit 17:13.

Vorsprung zuerst verdoppelt, dann fast verspielt

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Freiämter an den zweiten Teil des ersten Durchgangs an und bauten den Vorsprung in den ersten zehn Minuten bis auf 16:24 aus. Wenig deutete bis dahin darauf hin, dass es nochmals eng werden könnte.

Durch die enge Bewachung von SG-Top-Torschütze Duje Vukadin, der elf Tore zum Sieg beisteuerte, wurde dem Freiämter Angriff dann jedoch eine wichtige Stütze genommen. Zudem schenkte man den Hausherren immer wieder den Ball. Die Luzerner nahmen die Gastgeschenke dankend an und verkürzten den Rückstand sukzessive. Zehn Minuten vor dem Ende waren es wieder jene vier Tore Unterschied, die bereits zur Pause bestanden hatten. Und zwei Minuten vor der Sirene waren es nur noch deren zwei Treffer Differenz, die bei den Hausherren Hoffnungen und bei den Freiämtern zusätzliche Nervosität aufkommen liessen. Schlussendlich brachte die SGWM den Sieg mit 36:33 doch noch in trockene Tücher. Aus Trainersicht war das aber auch das einzig Positive am Gastspiel in Emmen.

Spitzenspiel am Sonntagmorgen

Nach dem Sieg gegen Emmen haben die Freiämter ihr Saisonziel, das Erreichen der Aufstiegsspiele, weiterhin fest im Blick. Der grösste Stolperstein könnte der erste Verfolger Olten werden. Gegen die Solothurner, die die gleiche Anzahl Punkte wie die Freiämter ergattert, dabei jedoch ein Spiel weniger ausgetragen haben, spielt die SG Wohlen Mutschellen nächsten Sonntag in Olten und dann drei Wochen später zu Hause. Dann brauchen die Freiämter sicher eine Steigerung im Vergleich mit dem Auftritt in Emmen. Ein kurioses Detail: Am nächsten Sonntag spielen die Freiämter um 11.30 Uhr morgens gegen die Solothurner. Für die Handballer eine ungewohnte und ungeliebte Anspielzeit. --ch