Matchbericht Eis vs. Dagmersellen und Emmen

Einmal stark, einmal schwach

Wohlen verliert doppelt und überrascht beinahe gegen den Leader

Innert zwei Tagen gibt es zwei total unterschiedliche Leistungen der Wohler Handballer. Gegen den Leader aus Dagmersellen schrammt man hauchdünn an einer Sensation vorbei (28:29). Und gegen Emmen gibt es eine Monster-Klatsche (25:43).

Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht. Wohlen fordert den Leader aus Dagmersellen. Im Heimspiel in der Hofmattenhalle am Donnerstagabend zeigt das Team von Trainer Generoso Chechele eine sackstarke Darbietung. Die Dagmerseller haben brutal Mühe. Zur Halbzeit liegen die Luzerner nur ein Tor vorne (12:13). Und auch im zweiten Umgang halten die Wohler dagegen. Der junge Rückraumspieler Joshua Schmid überzeugt am Ende mit neun Toren. Doch auch das reicht nicht. In dieser Spielzeit ist das Glück nicht auf der Seite der Freiämter. So gibt es erneut eine Pleite (28:29). Die Erkenntnis, den Leader bis aufs Äusserste gefordert zu haben, ist ein Trost – aber ein schwacher.

Chancenlos gegen Emmen

Nur zwei Tage später ging es zu Emmen. Ein physisch starkes Topteam. Und hier gehen die Wohler komplett unter. Vielleicht war die Luft nach dem Kampfspiel gegen Leader Dagmersellen etwas draussen. Es ist eine mögliche Erklärung für den schwachen Auftritt.

Emmen, das viele gross gewachsene und physisch starke Spieler in seinen Reihen hat, legt los wie die Feuerwehr. Das Team kämpft noch um den letzten Platz in der Aufstiegsrunde. Und das kriegten die Wohler mit voller Wucht zu spüren. Von der ersten Minute an dominiert der Hausherr das Geschehen klar. Die Wohler versuchen viel, klappen will nur wenig. Besonders im Angriff zeigen die Freiämter viel Mühe. Obwohl die Bünztaler mit guten Ballstafetten zu Torchancen kommen, machen es die Wohler ihrem überlegenen Gegner oft zu einfach. Mit unvorbereiteten Abschlussversuchen oder Ballverlusten laden die Freiämter den Favoriten immer wieder zu schnellen Kontern ein. Emmen fackelt dabei nicht lange und bestraft jeden kleinen Fehler der Wohler sofort mit einem schnellen Gegenstoss.

Es wartet das Freiämter Derby

Zur Pause liegen die Wohler so bereits mit 12:19 im Rückstand. 30 Minuten später sieht es dann noch bitterer aus. Auch im zweiten Durchgang bleiben die Wohler ohne wirkliche Chance. Tor um Tor ballern sich die Luzerner zum klaren 25:43-Sieg. Für die Freiämter ist die Klatsche in Luzern die 13. Niederlage im 13. Spiel.

Die letzte Chance auf einen Vollerfolg in der Hauptrunde haben die Wohler am kommenden Samstag (19 Uhr, Hofmatten). Im Derby gegen Muri soll die letzte Chance genutzt werden, um vor der Abstiegsrunde im Januar noch ein wenig Moral zu tanken. --fre