Matchbericht: BSV Bern vs. Eis
Am Ende folgt der Untergang
Handball, 1. Liga, Abstiegsrunde: Bern II – Wohlen 31:24 (12:14)
Für die Wohler Handballer bleibt die Situation weiter schwierig. Zu Gast in Bern zeigen die Freiämter lange eine gute Leistung. Dann brechen sie ein und verlieren die wichtige Partie klar. Mit der unnötigen Niederlage gegen einen direkten Abstiegskontrahenten verschlechtert sich die Ausgangslage der Bünztaler zusätzlich.
Hängende Köpfe und viel Frust herrscht bei den Wohlern nach der Partie gegen Bern II. Der Unmut bei den Freiämtern ist nachvollziehbar und bitter zugleich. 45 Minuten sind die Freiämter die spielbestimmende Mannschaft. Von der ersten Minute an dominieren die Bünztaler das wichtige Spiel gegen die Berner. Mit viel Geduld im Angriff und schön herausgespielten Toren führen sie schnell. «Wir sind mehr als gut in die Partie gestartet. Wir standen in der Abwehr gut und hatten im Angriff viel Platz für Torchancen», sagt Wohlen-Trainer Generoso Chechele. Spielmacher Dennis Horn sorgt zusammen mit Jan Oppliger, Simon Eser und Tiago Botelho für viel Druck aus dem Rückraum. Immer wieder finden die Wohler so eine Lücke oder spielen den freistehenden Kreisläufer an. Besser kann es für die Wohler kurz nach Spielbeginn nicht laufen.
Schlechte Vorzeichen
Und das, obwohl die Vorzeichen alles andere als gut waren. Mit Stefan Burgherr, der wegen seines Militärdienstes nicht ans Spiel reisen kann, fehlt den Wohlern ihr gefährlichster Rückraumspieler und Torgarant. Dazu müssen die Bünztaler wegen des erneuten verletzungsbedingten Ausfalls von Abwehrchef Flavio Galliker auch in der Verteidigung einige Umstellungen vornehmen. Trotz allem dominieren die Wohler nach dem Start die Begegnung klar. Mit 10:5 in Führung läuft auch nach 15 Minuten alles für die Freiämter. Gastgeber Bern braucht lange, um sich auf das Spiel der Wohler einzustellen. «Wir haben uns nach dem soliden Start immer mehr Fehler geleistet. Damit haben wir es verpasst, die Führung auszubauen», meint Wohlen-Trainer Chechele. Deutlich mehr Gegenwehr leistet Bern II nach dem Seitenwechsel. Noch immer mit 14:12 in Führung geraten die Wohler nach der Pause langsam ins Stocken. Der Hausherr steht in der Abwehr im zweiten Durchgang deutlich besser. Dazu zeigen die Gäste immer mehr Mühe bei ihren Angriffsversuchen und leisten sich einige Fehler. «Bern hat sich in der Abwehr besser auf uns eingestellt», so Chechele weiter. Mit viel Kampfgeist und grossem Einsatz auf beiden Seiten liefern sich die abstiegsgefährdeten Mannschaften ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Wohlen legt vor, Bern zieht nach. Bis in die 46. Minute bleiben die Bünztaler in Führung und damit im Spiel (20:18).
Es folgt der Einbruch
Dann folgt bei Wohlen der Einbruch. Bei den Freiämtern reiht sich nun Fehler an Fehler. Ballverluste, schlechte Abschlussversuche und ein miserables Rückzugsverhalten fordern ihren Tribut. «Ich glaube, bei uns war die Luft in den letzten zehn Minuten draussen», sagt Chechele. Innert zehn Minuten verspielen sich die Wohler so die gesamte Partie. Bern II sorgt für die brutale Wende (27:21). Und ohne dass die Wohler wirklich reagieren können, schiesst sich der Hausherr in der Folge mit schnellen Kontern in Richtung Sieg. Überrumpelt und offenbar von allen Kräften verlassen, können die Freiämter nicht mehr reagieren. In der Schlussviertelstunde erzielen die Wohler so gerade mal noch vier Treffer. Bern dagegen schiesst sich mit 13 Toren in Serie zum verdienten 31:24-Sieg.
Diese Niederlage für Wohlen ist bitter und unerklärlich zugleich. Einen Totalausfall wie zum Ende der Partie dürfen sich die Freiämter in der Abstiegsrunde nicht leisten. Sonst wird es mit dem Ligaerhalt schwierig. Nun folgt für die Mannschaft um Trainer Chechele eine zweiwöchige Spielpause. Den nächsten Ernstkampf bestreiten die Wohler am Samstag, 19. März. Die Bünztaler empfangen die Walliser aus Visp. --fre